PORST 126 SF Blitzgerät.
Birnchenblitzer
für die
Porst 126 SF
wiedergefunden beim suchen einer kameratasche einer agfa clack im keller
Birnchenblitzer
für die
Porst 126 SF
wiedergefunden beim suchen einer kameratasche einer agfa clack im keller
Nachdem ich die Tage darüber berichtet hatte, das wir für unseren Sohn eine entsprechende Kinderkamera als Geburtstagsgeschenk suchen, möchte ich einmal heute meine allererste Kamera hier vorstellen. Leider muss ich gestehen, es war keine Nikon.

Diese Kamera habe ich damals mit sechs Jahren von meinen Eltern geschenkt bekommen. Nix mit Digital und Nikon… so etwas gab es damals noch nicht. Ich mein Digital und nicht Nikon. 😉
Das Gehäuse besteht wie man sehen kann, vollständig aus Plastik. Die Kamera besitzt nur eine Blende (F=40mm) und kann je nach Wetterlage noch ein wenig mehr geöffnet oder geschlossen werden. Der Auslöser macht einfach nur Klick und Klack. Das wars dann auch schon mit der Bedienung dieser Kamera. Als Extra, kann auf die Kamera ein entsprechendes Blitzgerät aufgesteckt werden. Wo das aber abgeblieben ist, kann ich leider nicht sagen. Es war aber dabei.
Die Typenbezeichnung der Kamera lautet 126 SF. Hergestellt wurde die Kamera wahrscheinlich für Photo Porst. Der eigentliche Hersteller der Porst 126 SF, war Great Wall Plastic and Co., Hong Kong. Ob meine Kamera dort auch hergestellt wurde und als No Name vertrieben wurde, ist wahrscheinlich nicht mehr zu ergründen.
Nun bin ich aber mal über eure ersten Kameras gespannt, mit der ihr dann angefangen habt zu fotografieren.
Hapotron II – das starke Elektronenblitzgerät, so warb Photo Porst in den sechziger Jahren für dieses Blitzgerät. Für die Erstaufladung benötigte dieses Blitzgerät 14 Stunden.
King Regulette mit Hapotron II
Eingeschaltet wird dieses „Blitz“monster über einen Schiebeschalter. Über einen Summton wird die Betriebsbereitschaft hörbar angegkündigt.
Nachdem die Signal-Glimmlampe auf der Rückseite des Lampenstabes aufleuchtet, kann das Hapotron II benutzt werden.
Über ein Syncronkabel wird das Blitzgerät mit der Kamera verbunden.
Ausgelöst wird der Blitz über den Auslöser der Kamera.
Als Bereicherung hat das Hapotron II einen Vorblitz, den man heutzutage immer noch kennt.
Ausgelöst wird der Vorblitz wird über einen kleinen roten Taster an der Vorderseite des Blitzstabes.
Das nachladen der Nickel-Cadmium Akkus betrug ca 5-8 Stunden. Über die Blitzfolgezeit konnte der Ladezustand des Akkus ermittelt werden.
Bei frischer Ladung betrug die Blitzladezeit ungefähr 12 bis 15 Sek. Nach ungefähr 20 Blitzen um 20 Sek. Steigt die Blitzladezeit über 20 Sek. an, sollte der Akku nachgeladen werden.
Interessant ist, wenn das Blitzgerät vergessen wurde auszuschalten, und der Akku vollständig entladen war, so reichen die 14 Stunden Ladezeit nicht mehr aus. Laut Hersteller benötigte der Akku für die Aufladung dann schlappe 60 Stunden. 🙂
Hier noch ein paar technische Daten zum Hapotron II.
Elektrische Energie: ca. 40 Wattsekunden
Farbtemperatur: ca. 5600° K
Blitzzahl: 40-50 Blitze je nach Ladung des Akkus
Blitzfolge: 12-15sec bei Akkubetrieb, 10-12sec bei Netzbetrieb
Blitzdauer: 1/2000 sec
Leuchtwinkel: ca. 50°
Netzspannung: Wechselstrom, umschaltbar auf 110-123 und 220 Volt
Gewicht: ca. 950 Gramm inkl. Lampenstab
Abmessungen: ca. 150x110x49mm
Wer sich heutzutage über die Größe und das Gewicht von Blitzen beschwert, der sollte sich das Hapotron II einmal in Natura anschauen und in die Hand nehmen. Bei einem Gewicht von 950 Gramm, wird man dann schnell festellen, dass man hiermit jemanden erschlagen kann. 🙂
Sicherlich war es gut seine Ehefrau als Packesel mit zu haben, wenn man auf Fotosession damit ging. 🙂
Wer kannte die Marke Photo Porst nicht. Gegründet 1919 in Nürnberg durch Hanns Porst. Jahrzentelang war Porst ein Markenzeichen deutscher Fotografie. Nachdem Porst 2002 Insolvenz beantragen musste, wurde Porst durch die Ringfoto-Gruppe übernommen. Dazu gehört auch der Belichterdienst CeWE.
Ausführliche Informationen zu der Firmengeschichte von Photo Porst finden man auf kamera-geschichte.de.
Baujahr: 1978
Typ: Sucherkamera
Film: 135 – Kleinbildfilm
Format: Aufnahmeformat 24mm x 36mm
Fokus: Manualfokus
Sucher: Durchgucksucher
Verschluß: Elektronischer Zentralverschluß, Schnellste Verschlußzeit 1/650s, Manuelle Belichtungssteuerung und Programmautomatik
Objektiv: 38mm/f2,7
Gebaut wurde diese Meßsucherkamera bei Regula. Die Kamera besitzt ein 4-linsig, vergütetes Objektiv, dass für Schärfe, Farbtreue und Brillianz bürgte. Ein Mischbild-Entferungsmesser in der Mitte des Suchers, ermöglicht es, die Entfernung genau einzustellen. Genauer gesagt, Zentimeter genau.
Kontrollzentrale der Kamera ist der Sucher, indem alle wichtigen Einstellungen wie z.Bsp die Zeit/Blende oder Unter- und Überbelichtung etc. kontrolliert werden konnte.
Die Kamera besitz einen Selbstauslöser, so das es dem Fotografen auch möglich war, mit auf das Foto zukommen. Langzeitaufnahmen sind ebenfalls möglich, wenn man auf „B“ stellt. Dazu ist es aber ratsam die Kamera auf einem Stativ zustellen und mit einem Drahtauslöser auszulösen, um Verwackler zu vermeiden.
Ein Blitzschuh mit Mittenkontakt erlaubt es auch einen Blitz auf der Kamera zu verwenden.