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Category: Historie

Münch Rixa, wirklich eine Münch Kamera? Eine Klarstellung.

Münch Rixa, wirklich eine Münch Kamera? Eine Klarstellung.

Seltene Kameras sind wirklich etwas besonderes für einen Sammler. Um so mehr freut es einem wenn solche Kameras einem in die Hände fallen. Ich hatte mehrmals über die Münch Kameras berichtet.

Meine neueste Errungenschaft ist die Münch Rixa. Aber ist diese Kamera wirklich eine Münch Kamera? Wohl eher kaum.

In einem Artikel der Zeitschrift Photodeal (IV, 2006) ist ein höchst interressanter Bericht von Herrn Gernot Förster über die Münch Kameras verfasst. Hier heisst es,

Ab 13.09.1950 übernahm der Konstrukteur der Firma Münch, Gotthilf Maier, die in Konkurs geratene Firma, stellte die Fertigung der bisherigen Produkte ein und startete die Fertigung einer neu entwicklten Rollfilmkamera des Formats 6 x 6 unter der Bezeichnung „Rixa“.

Zudem wurde die Firma Münch in „Rixa Kamerabau, Ludwigsburg“ umbenannt. Wie man sieht, ist die Rixa zwar weit unter dem Namen „Münch Rixa“ verbreitet, aber hat nichts mehr mit der Firma Münch zu tun.

Sollte einer meiner Leser weitere Informationen über die Firma Münch oder Rixa Kamerabau, Ludwigsburg besitzen, so wäre ich für weitere Informationen dankbar.

Historie: Eine kleine Geschichte über das Blitzgerät.

Historie: Eine kleine Geschichte über das Blitzgerät.

Knirps SuperblitzEines der wichtigsten Zubehörteile der Fotografie ist das Blitzgerät. Wenn das Licht für die Belichtung nicht mehr ausreicht, kommen entweder externer Lampen oder ein Blitzgerät zur Anwendung. Ein kurzer Lichtblitz genügt um die Aufnahme entsprechend aus zu leuchten und entsprechend zu belichten.Elo Blitz

In den Anfängen der Fotografie wurden Blitzlichter mit offener Flamme verwendet. Dabei wurde Magnesium mit Kaliumpermanganat vermischt und per Hand angezündet. Es entsteht eine kleine Explosion und Verbrennung, die genügend Licht erzeugt.

Natürlich habe nicht ich dies raus gefunden, sondern John Traill Taylor im Jahre 1865. Einige Jahre später, 1887, entwickelten Adolf Miethe und Johannes Gädicke ein Blitzpulver, das Magnesium Kaliumchlorat und Antimon-(III)-sulfid bestand.

Wie man sich gut vorstellen kann, war die Handhabung dieser Blitze nicht ganz ungefährlich. Ebenso die Herstellung dieser brisanten Mischung die benötigt wurde.  Abgefüllt wurde das Blitzpulver in kleine Tütchen.

Eine Synchronisation zwischen Blitz und Kamera gab es nicht. Hier war das richtige Timing des Fotografen angesagt.

Aber wie das eben einmal so ist, die Entwicklung ging weiter und das Blitzpulver wurde durch Blitzbirnchen abgelöst. Zudem wurden die Kameras moderner und konnten über einen elektronischen Synchronkontakt den Blitz entsprechend aus lösen.

Dabei unterscheidet man bei den Kameras zwischen teil- und voll synchronisierten Verschlüssen, die das Blitzgerät ansprechen. Kameras mit teil synchronisierten Verschluss haben nur einen Kontakt, den sogenannten X-Kontakt. Ist der Verschluss ganz offen, wird der Blitz ausgelöst.

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Historie: Die Firma Adox und Ihre Geschichte.

Historie: Die Firma Adox und Ihre Geschichte.

ADOX, das älteste Werk und Fabrik der fotochemischen Welt. Als ich damals angefangen bin mich mit der Fotografie und Photohraphica zu befassen, bin ich auf die Marke ADOX gestoßen. Wieso und warum ? Weil mein Vater eine ADOX Kamera besaß.

ADOX wurde durch Dr. C. Schleußner im Jahre 1860 gegründet. Genauer gesagt am 7. Mai 1860. Vor 1860 und dem Wechsel in die Filmherstellung, stellte Dr. C. Schleußner Siegellacke  unmittelbar des Römerberg in Frankfurt am Main her.

Somit ist ADOX das älteste Werk der Fotoindustrie. Es begann mit Bromsilbergelatine-Trockenplatten. 1884 wurde dann die erste und älteste Trockenplatten-Gießmaschine in Betrieb genommen.

Als 1896 dann die Fertigung mit Röntgen-Platten begonnen wurde, wurde Schleußner Marktführer. Was will man eigentlich mehr als wie dies als Unternehmer. Im Jahre 1897 wurde dann eine Aktiengesellschaft gegründet. Unter „Trockenplattenfabrik auf Aktien vorm. Dr. C. Schleußner“ konnte jeder betugte zur damaligen Zeit diese Aktie sein eigen nennen.

Einige Jahre späteAdox Werbungr, 1902 wurde die erste ortochromatische Platte mit dem Namen „Viridin“ entwickelt und vertrieben. 1903 kam dann der erste Rollfilm und 1926 die erste Röntgenplatten und das Röntgenpapier auf den Markt.

Bis zum zweiten Weltkrieg wurden die Rollfilme TEMPO-ROT, TEMPO-GOLD und OLYMPAN hergestellt und vertrieben.

Im Jahr 1927 erfolgte der Umzug von Frankfurt nach Neu-Isenburg. Danach wurde drei Jahr später die Herstellung von Fotopapieren in Bromsilber-und Kontaktpapieren aufgenommen und umgesetzt.

Im Laufe der folgenden Jahren wurde dann 1939 von den emigrierten Gebrüdern Wirgin übernommenen Werk in Wiesbaden, mit der Herstellung von Kameras begonnen. Dadurch wurde dann der Firmensitz der Adox Camerawerk GmbH nach Wiesbaden verlegt.

Namen wie ADOX 300, Golf, Polo, Polomat sind Kameras der Adox Kamerawerke.

Es begann der zweite Weltkrieg. Das Werk in Neu-Isenburg wurde 1943 vollständig zerstört. Aber 1945 wurde die Produktion von Röntgenplatten wieder aufgenommen. Der Krieg war vorbei.

Dem damaligen Direktor Herr Georg Sehr verdankte man, dass das stark verbomte Filmwerk in Neu-Isenburg seine Arbeit fort führen konnte, denn Röntgenfilme waren sehr begehrt und wurden dringendst in Krankenhäusern benötigt.Adox Werbung

1951 war es dann soweit. Alle Produkte trugen den Markennamen ADOX. Als ADOX die ersten Dünnschichtfilme auf den Markt brachte, konnten die Filme in der Schärfe, Grauwertwiedergabe und Tonwertdifferenzierung überzeugen.

Seit 1956 war ADOX für Color-Negativfilme der zweite Hersteller von Farbfilmen nach Agfa in der Bundesrepublik. In den sechziger Jahren wurde dann ADOX in die Vereinigten Staaten verkauft.

Heute noch ein Begriff: Du Pont

Wie es aber so ist, 1964 die Filmfertigung und die Herstellung von Kameras geschlossen. Nicht verwunderlich, denn es traf nicht nicht nur ADOX in diesem Zeitraum.

Heutzutage fertigt ADOX wieder Filme. Der Erfinder des Filmes ist wieder zum leben erwacht.

In den nächsten Wochen werde ich nun meine Kameras der Firma ADOX hier vorstellen. Wer nun Interesse bekommen hat, sollte dann hier vorbei öfters schauen und wer noch eine ADOX Kamera besitzt und weiß nicht was er damit anfangen soll, der kann sich gerne bei mir melden.

Historie: Was hat ein Fahrtrichtungsanzeiger mit einer Zeiss-Ikon Contax zu tun.

Historie: Was hat ein Fahrtrichtungsanzeiger mit einer Zeiss-Ikon Contax zu tun.

Sicherlich wird sich der eine oder andere jetzt Fragen, was ein Blinker eine Kraftfahrzeuges mit einer Zeiss-Ikon Contax zu tun hat? Die Antwort darauf ist ganz einfach.

Nachdem der erste Weltkrieg verloren war und man die Wirtschaft auch nicht rosig nennen durfte, kam ein findiger Erfinder im Jahre 1924 darauf einen neuen Gebrauchsschutz, also ein Patent an zu melden.

Der findige Erfinder und begnadete Techniker hieß Dr. August Nagel. Geboren wurde Dr. August Nagel am 05.06.1882 in Pfrondorf b. Tübingen. Eher bekannt ist Dr. August Nagel durch die Contessa Nettel AG, Stuttgart.

Hier war er Generaldirektor bis die Contessa Nettel AG 1926, wo er Eigentümer von war, mit der Zeiss-Ikon AG fusionierte.

Als Kamerahersteller und Konstrukteur fiel es da natürlich leicht, auch einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Denn… neue Produkte wurden benötigt um die Wirtschaft an zu kurbeln.

Zu dieser Zeit war natürlich auch die Autoindustrie am kommen. Und so erfand Dr. August Nagel neben anderen Produkten wie z.B. Scheinwerfer, Scheibenwischermotoren und vielen anderem auch den Contax-Fahrtrichtungsanzeiger.

Kurz gesagt und in der heutigen Zeit ausgesprochen, den Blinker. Wie funktionierte der Contax Fahrtrichtungsanzeiger aber eigentlich?

Auf einem runden schwarzen Metallgehäuse war ein roter Pfeil angebracht. Wurde der Contax-Drehschalter nach links oder rechts gedreht, so drehte sich der Zeiger ebenfalls in diese Richtung.

Aber wie das so mit Erfindungen ist, lief 1929 die Herstellung des Contax-Fahrtrichtungsanzeiger aus. Ab nun gab es den elektromagnetischen Winker.

Am 30.10.1943 verstarb Dr. August Nagel im Alter von 61 Jahren in Stuttgart. Sein Vermächtnis hat aber bis heute noch seinen Fortbestand.